Sie befinden sich hier: Startseite » Studienangebot » Studieren an der Uni...

Studieren an der Uni...


Was heißt das eigentlich?

Du hast Dich dazu entschieden, zur Hochschule (=Universität) zu gehen und ein Studium zu beginnen. Warum eigentlich gerade die Uni? Was ist das Besondere an der Uni im Gegensatz zu anderen Möglichkeiten, z.B. der Fachhochschule? Vielleicht geht es Dir so wie vielen anderen Erstis, dass Du gar nicht genau sagen könntest, was nun die Hochschule eigentlich auszeichnet. Allen ist klar, dass der Abschluss eines Universitätsstudiums der "höchste" Bildungsabschluss ist. Aber was konkret ist an einem Hochschulstudium so besonders? Ist es einfach "schwieriger" oder grundlegend anders? Diese Fragen produzieren häufig Achselzucken. Deshalb soll im Folgenden eine grobe Beschreibung versucht werden, was die Uni ausmacht. Zuerst wird beschrieben, was die Uni nicht ist bzw. was sie von einer Berufsausbildung sowie einem Studium an der Fachhochschule unterscheidet. Dann wird kurz das Charakteristische eines universitären Studiums beschrieben.

 

Die Universität praktiziert und lehrt Wissenschaft

An der Hochschule wird neben der Lehre, die es auch an der FH gibt, "wissenschafliche Forschung" betrieben. Die Universität definiert sich hauptsächlich über diese Forschung, d.h. sie ist der Ort, an dem Wissenschaft betrieben wird. Die Universität vermittelt nicht nur Wissen, sie produziert es auch. In Abgrenzung davon soll die Fachhochschule genau diese Wissensinhalte vermitteln.
Zunächst einmal sollen Studierende der Hochschule ebenso wie Studierende der Fachhochschule das Wissen aus ihrem Fachbereich lernen. Der Unterscheid besteht in der Zielrichtung der Qualifizierung. Während die Fachhochschule möglichst den aktuellen Wissensbestand umfassend vermitteln soll, verfolgt die Universität einen anderen Weg. Sie soll stattdessen vermitteln, wie man solches Wissen erschafft - eben "Wissen - schafft".
Viele Probleme, die Studierende mit ihrem Studium haben, sind nicht unbedingt persönlicher Natur. Vielmehr ist es der spezifische Charakter eines universitären Studiums, der Studierenden fremd ist und der Anforderungen stellt, die den meisten Studierenden neu sind. Ein wissenschaftliches Studium erfordert ein anderes, selbständiges Denken, Lernen und Arbeiten als man es von der Schule gewohnt ist. Wer dies erkannt hat, kann sich gelassen auf die "Herausforderung "Wissenschaft" einlassen.

 

Das Studium ist keine Berufsausbildung

Eine Berufsausbildung im strengen Sinne, d.h. eine Lehre oder der Besuch einer Vollzeitberufsschule, bildet für einen speziellen, genau definierten Beruf aus. Die Bestandteile der beruflichen Ausbildung sind auf die spätere Tätigkeit - und nur auf sie - ausgerichtet. Die Berufsausbildung besteht in erster Linie aus der Einübung konkreter Arbeitsabläufe. Ein späterer Berufswechsel ist nicht vorgesehen bzw. sehr schwierig, weil man nur die berufsspezifischen Tätigkeiten erlernt hat.

 

Die Hochschule ist keine Fachhochschule

Der Unterschied zwischen einer beruflichen Ausbildung und dem Studium an einer Fachhochschule liegt - vereinfacht gesagt - darin, dass die Hochschule keine Arbeitstätigkeiten einübt, sonder dass sie Wissen über ein Tätigkeitsfeld vermittelt. Die Anwendung von Wissen geschieht erst später im Berufsleben. In erster Linie geht es um die Vermittlung des aktuellen Wissenstandes eines Faches. Die Fachhochschule gleicht in vielen Dingen einer Hochsule und die Begriffsverwandtschaft ist nicht zufällig. So wird z.B. die Lehre nicht von LehrerInnen, sondern von ProfessorInnen betrieben. Trotz vieler Gemeinsamkeiten gibt es zwei grundlegende Differenzen zwischen Uni und Fachhochschule. Zum einen spielt "die Wissenschaft" eine unterschiedliche Rolle und zum anderen streben Uni und Fachhochschule bei den Studierenden eine unterschiedliche Qualifikation an, wobei diese zweite Differez allerdings bei den neuen BA-Studiengängen etwas zurücktritt.