Abgeschlossene Projekte
Auswirkungen der demografischen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen auf den Landeshaushalt
Auftraggeber: MGEPA NRW
Laufzeit: Mai bis Juli 2011
Kooperationspartner: Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut (FiFo) an der Universität zu Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Im Auftrag des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) untersuchen die Forscher des FiFo, zusammen mit Prof. Werding, wie sich der demografische Wandel in NRW bis 2030 auf den gesamten Landeshaushalt des Ministeriums auswirkt, das für die Ausgaben des Landes in einigen besonders demografie-sensitiven Bereichen verantwortlich ist.
Projektionen zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen
Auftraggeber: BMF
Laufzeit: Dezember 2010 bis Mai 2011
Kooperationspartner: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München, Bereich "Sozialpolitik und Arbeitsmärke"
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Das Bundesministerium der Finanzen bereitet für den Sommer 2011 seinen „Dritten Tragfähigkeitsbericht“ vor. Prof. Werding erarbeitet für diesen Bericht – wie bei den beiden vorangegangenen Berichten aus den Jahren 2005 und 2008 – zahlreiche Simulationsrechnungen, mit denen insgesamt eine plausible Bandbreite der aus heutiger Sicht absehbaren Effekte des demographischen Wandels für wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen in Deutschland bis 2060 bestimmt werden soll. Neben der Sensitivität der Effekte für die im einzelnen getroffenen Annahmen werden dabei auch die Auswirkungen bereits getroffener wie auch aktuell diskutierter politischer Maßnahmen in verschiedenen Politikfeldern betrachtet. Ergänzend werden konzeptionelle Diskussionen zu den Eigenschaften des verwendeten Maßes für die „Tragfähigkeitslücke“ angestellt.
Demographie, Arbeitsmarkt und öffentliche Haushalte: Projektion zur langfristigen Tragfähigkeit der gesamtwirtschaftlichen Finanzpolitik in Deutschland
Auftraggeber: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Laufzeit: Februar bis April 2011
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Der Sachverständigenrat erstellt im Frühjahr 2011 eine Expertise zum Thema Demographie und Arbeitsmarkt, in der er auch Auswirkungen des demographischen Wandels und verschiedener politischer Maßnahmen (in Bezug auf Zuwanderung, Arbeitslosigkeit, Investitionsdynamik, Frauenerwerbsbeteiligung, Lebensarbeitszeit etc.) auf die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen behandeln will. Prof. Werding erarbeitet zu diesem Zweck für den Sachverständigenrat illustrative Projektionen, die – ausgehend von Annahmen über zukünftige Entwicklungen von Bevölkerung, Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung – plausible Szenarien für die Effekte der erwarteten demographischen Alterung auf Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Sozialfinanzen und weitere öffentliche Haushalte sowohl ohne als auch mit gezielten politischen Eingriffen aufzeigen sollen.
Schnittstellen im Sozial -, Steuer - und Unterhaltsrecht
Auftraggeber: Geschäftsstelle für die Gesamtevaluation familienpolitischer Leistungen
Laufzeit: Dezember 2009 bis Januar 2011
Kooperationspartner: Heinrich Schürmann, Vors. Ri. am OLG Oldenburg
Ansprechpartner: Prof. Dr. Notburga Ott, Prof. Dr. Martin Werding
Für die von Bundesfinanzministerium und Bundesfamilienministerium gemeinsam betriebene Gesamtevaluation der deutschen Familienpolitik haben Prof. Ott und Prof. Werding im Rahmen dieses Projekts Schnittstellen im für Familien und Kinder relevanten Sozial-, Steuer- und Unterhaltsrecht identifiziert und die dabei entstehenden Schnittstellenprobleme herausgearbeitet. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme aller einschlägigen Schnittstellen wurde in Kooperation mit dem Familienrichter Heinrich Schürmann dabei vor allem solchen Problemen besondere Beachtung geschenkt, die in der praktischen Rechtsanwendung und Rechtsprechung zu Tage treten. Genauer untersucht wurden dabei sowohl die rechtssystematischen Hintergründe der einzelnen Rechtsvorschriften als auch auf ihre Folgerichtigkeit über die verschiedenen Rechtsgebiete hinweg. Um Wirkungsweise und praktische Relevanz der Schnittstellenprobleme näher zu beleuchten, wurden ergänzend Modellrechnungen sowie empirische Analysen auf der Basis repräsentativer Individual- und Haushaltsdaten angestellt.
Publikationen:
Notburga Ott, Heinrich Schürmann und Martin Werding (2011), Schnittstellen im Sozial-, Steuer- und Unterhaltsrecht (Endbericht), Sektion Sozialpolitik und Sozialökonomie: Ruhr-Universität Bochum (Publikation in Vorbereitung).
Modell für flexible Projektionen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung
Laufzeit: Juli 2010 bis Dezember 2010
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Zur Analyse der ökonomischen und sozialen Effekte des demographischen Wandels kann in der Regel nur auf einen festen Satz an Varianten existierender Bevölkerungsvorausberechnungen zurückgegriffen werden. Dadurch fehlt oft die Flexibilität zur Erstellung von Sensitivitätsanalysen sowohl mit eher geringen Abweichungen von gängigen Annahmen als auch mit eher unplausiblen oder realistischer Einschätzung nach kontrafaktischen Entwicklungen. Prof. Werding hat mit Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung im Rahmen dieses Projekts ein entsprechend flexibel handhabbares Modell erarbeitet, das – gestützt auf Ist-Daten aus der amtlichen Statistik – ein möglichst breites Spektrum alternativer Annahmen in den Bereichen Fertilität, Mortalität und Migration zu bedingt-plausiblen Szenarien verarbeiten kann, die dem aktuellen Stand der demographischen Forschung entsprechen.
Simulationsmodell:
Martin Werding und Christian Dudel (2011), Modell für flexible Projektionen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2060 (G-SIM.11-Bevölkerungsmodul), im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, Lehrstuhl für Sozialpolitik und Sozialökonomie: Ruhr-Universität Bochum.
Publikationen:
Martin Werding und Christian Dudel (2010), Modell für flexible Projektionen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2060 (G-SIM.11-Bevölkerungsmodul) – Technische Grundlagen, im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, Lehrstuhl für Sozialpolitik und Sozialökonomie: Ruhr-Universität Bochum (Publikation in Vorbereitung).
International Portability of Health-Care Benefits: Concepts and Experience
Auftraggeber: World Bank, Marseille Center of Mediterranean Integration
Laufzeit: Mai 2010 bis Oktober 2010
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Internationale Portabilität von Krankenversicherungsschutz und Zugang zu Gesundheitsleistungen im Kontext internationaler Migration sind bislang kaum erforscht. Die vielgestaltigen Versicherungs- und Umverteilungselemente auf nationaler Ebene existierender Arrangements und ihre Heterogenität führen dabei zu zahlreichen Problemen. In einem von der Weltbank finanzierten Projekt hat Prof. Werding die konzeptionellen Grundlagen und institutionellen Voraussetzungen dafür analysiert, internationale Portabilität vor allem in Bezug auf staatlich organisierte Krankenversicherungen und Gesundheitssysteme herzustellen. Intensiv diskutiert werden dabei auch die einschlägigen Regelungen, die im Rahmen bilateraler Sozialschutzabkommen oder im koordinierenden Sozialrecht der EU zu ähnlichen Zwecken getroffen werden.
Publikationen:
Martin Werding und Stuart McLennan (2011), „International Portability of Health-Care Benefits: Concepts and Experience“, World Bank Policy Research Paper (in Vorbereitung).
Projektionen zurlangfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen
Auftraggeber: BMF
Laufzeit: August 2009 bis November 2009
Kooperationspartner: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Bereich "Sozialpolitik und Arbeitsmärkte"
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Zur Aktualisierung der Ergebnisse des Zweiten Tragfähigkeitsberichts des Bundesministeriums der Finanzen von 2008 hat Prof. Werding die seinerzeit angestellten Simulationsrechnungen zu den Auswirkungen des demographischen Wandels auf wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen in Deutschland bis 2050 neu erstellt. Berücksichtigt wurden dabei insbesondere auch stark veränderte kurz- und mittelfristige Entwicklungsperspektiven im Gefolge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09.
Publikationen:
Martin Werding und Timo Hener (2010), Langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen: Aktualisierte Modellrechnungen (Endbericht), Ruhr-Universität Bochum und ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München.
Martin Werding und Herbert Hofmann (2008), Projektionen zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen, ifo Beiträge zur Wirtschaftsforschung, Bd. 30, ifo Institut für Wirtschaftsforschung: München. Nähere Informationen und eine Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.
Bundesministerium der Finanzen (2008), Zweiter Bericht zur Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen, BMF: Berlin.
Bundesministerium der Finanzen (2010), „Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen: Aktualisierte Modellrechnungen“, BMF-Monatsbericht 10/2010, S. 34–40.
Alterssicherung von Alleinerziehenden
Auftraggeber: BMFSFJ
Laufzeit: Mai 2009 bis Juli 2009
Ansprechpartner: Prof. Dr. Notburga Ott, Prof. Dr. Martin Werding
Alleinerziehende erleiden typischerweise spezifische Nachteile im Hinblick auf ihre Alterssicherung, weil sie mindestens phasenweise ohne Möglichkeit zur Arbeitsteilung mit einem Partner für die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder verantwortlich sind. Hieraus resultiert im Vergleich zu Kinderlosen und Elternpaaren eine echte Sicherungslücke, die weder durch das Familienrecht (Versorgungsausgleich, Unterhalt, inkl. Vorsorgeunterhalt) noch durch das Sozialrecht (kinderbezogene Rentenansprüche) effektiv geschlossen wird. Im Rahmen einer Kurzstudie für das Bundesfamilienministerium haben Prof. Ott und Prof. Werding zunächst die rechtlichen Gegebenheiten genauer diskutiert, die Auswirkungen auf verschiedene Gruppen Alleinerziehender empirisch untersucht und erste Überlegungen dazu angestellt, welche Anforderungen eine Lösung erfüllen müsste, mit der diese Sicherungslücke geschlossen werden kann.
Publikationen:
Notburga Ott und Martin Werding (2009), Alterssicherung von Alleinerziehenden (Kurzgutachten), Sektion Sozialpolitik und Sozialökonomie: Ruhr-Universität Bochum.

