Die Juniorprofessur beschäftigt sich mit Innovationsprozessen im Gesundheitswesen: Von der Entwicklung und Gestaltung bis hin zur Implementation und Diffusion. Im Mittelpunkt stehen die Fragestellungen, wie technische und soziale Innovationen gestaltet, durch die (potenziellen) Nutzer*innen akzeptiert und angewendet werden und sich verbreiten.

Dabei bestehen drei Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

1)    Technikgestaltung im demografischen Wandel

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird zunehmend Technikeinsatz zur Unterstützung eines selbstständigen und unabhängigen Alterns diskutiert. Fokus liegt hier auf der Nutzer*innenintegration in die Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse bzw. Innovationsprozesse von Technik.

2)     Implementation und Diffusion technischer Innovationen in der Gesundheitswirtschaft

Nicht nur müssen Innovationen von den (potenziellen) Anwender*innen akzeptiert und genutzt werden, oftmals ist auch die Implementation in Organisationen wie bspw. Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen notwendig. Diese Aneignungs- und Implementationsprozesse werden analysiert.

3)     digital health startups

Die Gründungslandschaft bringt zunehmend technische aber auch soziale Innovationen hervor, neben „klassischen“ Feldern wie der Medizintechnik kommt digital health eine zunehmende Bedeutung zu. Bislang ist diese Landschaft weitestgehend unbeschrieben und junge Unternehmen, deren Entwicklungen und Herausforderungen noch nicht ausreichend beschrieben.

Die Schwerpunkte sind jedoch nicht als voneinander streng getrennt zu betrachten, sondern vielmehr als aufeinander bezogen und miteinander verschränkt. Das Thema Digitalisierung stellt einen Querschnittsbereich dar, bei dem sich sowohl inhaltlich wie methodisch Überschneidungen ergeben.