Laufende Projekte
Verteilungsschlüssel zur Ermittlung von Regelbedarfen auf Basis der EVS 2008
Auftraggeber: BMAS
Laufzeit: Oktober 2011 bis Juni 2013
Ansprechpartner: Prof. Dr. Notburga Ott, Prof. Dr. Martin Werding
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010 und den politischen Diskussion über seine Umsetzung zum 1. Januar 2012 hat die Bundesregierung entschieden, die methodischen Grundlagen für die Bemessung von Regelleistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) nach dem sogenannten "Statistikmodell" und die Umsetzung auf der Basis von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes (jüngste Erhebung: 2008) wissenschaftlich überprüfen zu lassen. Der Auftrag dazu wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales an Prof. Ott und Prof. Werding vergeben. Im Mittelpunkt steht dabei das Problem der Aufteilung von Ausgaben eines Haushalts auf dessen Mitglieder, um im Rahmen der Grundsicherung wirklich existenzsichernde Leistungen für Haushalte unterschiedlicher Größe und Struktur bemessen zu können. Zu diesem Zweck sind die bisher verwendeten Ansätze im Licht der daran geäußerten methodischen und politischen Kritik zu durchleuchten, zu aktualisieren und nötigenfalls zu erweitern oder zu modifizieren. Daneben sollen auch mögliche Alternativen methodisch diskutiert und empirisch geprüft werden.
Evaluation „kindliches Wohlergehen“
Auftraggeber: Geschäftsstelle für die Gesamtevaluation familienpolitischer Leistungen (BMF und BMFSFJ)
Laufzeit: September 2011 bis Juni 2012
Kooperationspartner: Prof. Dr. Axel Schölmerich (Entwicklungspsychologie, RUB, federführend), Prof. Dr. Birgit Leyendecker (Entwicklungspsychologie, RUB)
Ansprechpartner: Prof. Dr. Notburga Ott, Prof. Dr. Martin Werding
Das Bundesfinanzministerium und das Bundesfamilienministerium betreiben derzeit gemeinsam eine Gesamtevaluation der deutschen Familienpolitik. In einem der Module dieses mehrjährigen Forschungsvorhabens werden Auswirkungen der Familienpolitik auf das "Wohlergehen" geförderter Kinder untersucht. In einem ersten Projektteil wird das Konstrukt "kindliches Wohlergehen" konzeptionell entwickelt, in Beziehung zu existierenden Indikatorsystemen gesetzt und für die empirische Untersuchung operationalisiert. Im zweiten Projektteil werden kausale Wirkungsanalysen zu den Effekten familienpolitischer Maßnahmen (Transfers, öffentlich geförderte Kinderbetreuung etc.) für die verschiedenen Dimensionen des Wohlergehens von Kindern angestellt. Die Federführung bei der Bearbeitung hat Prof. Schölmerich (Entwikclungspsychologie, RUB). Prof. Ott und Prof. Werding beteiligen sich an der konzeptionellen Diskussion und an der Entwicklung der empirischen Umsetzung. Sie befassen sich dabei insbesondere mit den zu untersuchenden Instrumenten der Familienpolitik als Input-Größe für die damit angestrebten Wirkungen.
Effekte des demographischen Wandels für die öffentlichen Finanzen in Deutschland: Simulationsmodell für flexible Sensitivitätsanalysen
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung
Laufzeit: September 2010 bis Oktober 2011
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Werding
Mit Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung erweitert und vertieft Prof. Werding sein Modell für empirisch kalibrierte Simulationen der Auswirkungen des demographischen Wandels auf die langfristige Entwicklung von Arbeitsmarkt, zentralen makroökonomischen Größen und öffentlichen Finanzen in Deutschland. Das Hauptaugenmerk liegt bei den geplanten Verbesserungen darauf, mehr Flexibilität für aussagekräftige Sensitivitätsanalysen unter Berücksichtigung diverser ökonomischer Rückwirkungen zu gewinnen. Erweiterungen des Modells beziehen sich insbesondere auf die Abbildung von Verteilungswirkungen. Verwendet wird im Rahmen des erweiterten Modells zudem ein eigenes Modul für Bevölkerungsprojektionen, das Prof. Werding, ebenfalls unterstützt durch die Stiftung, bereits zuvor erarbeitet hat.
Evaluation der öffentlich geförderten Kinderbetreuung
Auftraggeber: Geschäftsstelle für die Gesamtevaluation familienpolitischer Leistungen (BMF und BMFSFJ)
Laufzeit: Oktober 2010 bis Juli 2011
Kooperationspartner: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München, Bereich "Sozialpolitik und Arbeitsmärkte"
Ansprechpartner: Prof. Dr. Notburga Ott, Prof. Dr. Martin Werding
Das Bundesfinanzministerium und das Bundesfamilienministerium betreiben derzeit gemeinsam eine Gesamtevaluation der deutschen Familienpolitik. Eines der Module dieses mehrjährigen Forschungsvorhabens bezieht sich auf kausale Wirkungsanalysen zu den Effekten der öffentlich geförderten Kinderbetreuung für die wirtschaftliche Stabilisierung und die soziale Teilhabe von Familien, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. entsprechende Wahlfreiheit, einen Nachteilsausgleich zugunsten bestimmter Familientypen und die Realisierbarkeit von Kinderwünschen. Prof. Ott und Prof. Werding bearbeiten dieses Modul in Kooperation mit dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung. Ihr Beitrag behandelt insbesondere die Auswirkungen auf die sozio-ökonomische Situation Alleinerziehender und deren Dynamik. Zudem beteiligen sie sich an der Analyse gesamtwirtschaftlicher Effekte und der Effizienzanalyse für die nachweisbaren Wirkungen der öffentlichen Förderung der Betreuung von Kindern im Vorschulalter (Krippen und Kindergärten, Tagespflege) und im Schulalter (Ganztagsschulen, Horte, sonstige Betreuung).

