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Förderung

Förderung von Projekten


SOPRA fördert Projekte, die in Zusammenhang mit der Fakultät für Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum stehen.

Fristen zur Einreichung von Förderanträgen:
31.03. sowie 30.09. des Jahres.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Förderrichtlinien.


Wenn Sie generell auf der Suche nach Drittmitteln sind, empfehlen wir Ihnen „ELFI“, die Online-Datenbank zur Recherche von Forschungsfördermitteln.

http://www.elfi.info/

Über die RUB können Sie diese kostenlos nutzen.
„ELFI“, die Servicestelle für ELektronische ForschnungsförderInformationen, stellt aktuelle Fördermöglichkeiten für Wissenschaft und Forschung in ihrer Online-Datenbank dar.


Auswahl geförderter Projekte


SOPRA förderte und fördert darüber hinaus weitere Projekte. Doch sei an dieser Stelle nur eine Auswahl präsentiert.


WiSe 2014/15


Studienreise zum Asia-Europe People’s Forum zur Durchführung empirischer Feldforschung im Rahmen des Lehrforschungsprojekts „Politische Soziologie transnational“
Dozentin: JProf. Dr. Sabrina Zajak

Bezuschussung der Reisekosten durch SOPRA

Die Studienreise dient der Durchführung empirischer Feldforschung im Rahmen eines Forschungsmoduls für Masterstudierende an der sozialwissenschaftlichen Fakultät mit dem Thema „Politische Soziologie transnational: Akteure, Verfahren und Prozesse politischer Beteiligung jenseits des Nationalstaates“. Die Teilnehmer besuchen zusammen mit der Dozentin Mailand während des Asien-Europa Gipfeltreffens (Asia-Europe Meeting = ASEM) und nehmen dort an den zivilgesellschaftlich organisierten Asia-Europe People’s Forum teil. Auf diesem Forum treffen sich einige hundert Organisationen (NGOs, Gewerkschaften, Aktivisten) aus Asien und Europa, um gemeinsame Problemlagen und Interessen zu identifizieren und in zahlreichen Workshops zu diskutieren. Dieses Ereignis wurde gewählt, da an ihm Kernfragen einer transnationalen politischen Soziologie erforscht werden können: Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen europäischen und asiatischen NGOs und Gewerkschaften, welche Forderungen und Demokratievorstellungen globalen Regierens werden formuliert? Konkret werden auf der Studienreise von den Studierenden in Gruppenarbeit verschiedene Fragen mit unterschiedlichen empirischen Zugängen bearbeitet. Dazu zählt eine quantitative Umfrage per Fragebogen, teilnehmende Beobachtung und qualitative Interviews, die während den Veranstaltungen durchgeführt werden sollen. Die Studienreise ist in eine zwei semestrige Veranstaltung integriert: Das Sommersemester 2014 diente der Vorbereitung der Studienreise (Planung der Forschungsvorhaben), das Wintersemester dient der Datenauswertung. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier: http://isb.rub.de/forschung/drittmittel/asien-europe-meetings.html.de




SoSe 2014


Seminar „Bilder in Aktion. Qualitative Analyse von Bildern, Filmen und Videospielen“:
Als Gastredner der international ausgezeichneten Filmemacher Shaheen Dill-Riaz

Dozentin: Sandra Plontke

Übernahme der Reisekosten des Gastredners durch SOPRA

Der mehrfach international ausgezeichneten Filmemacher Shaheen Dill-Riaz gibt Einblicke in die Organisation, Technik und Durchführung von Dokumentarfilmprojekten. Insbesondere die produktionsästhetischen Aspekte der Postproduktion von Filmen, wie z.B. Schnitt und Montage, geben Aufschluss über das Zusammenbringen und Arrangieren von Bildern, welche erst dadurch in spezifischer Weise im Film sinnhaft in Aktion treten. Diese Einblicke, die dem Filmrezipienten, so auch dem Sozialwissenschaftler, eigentlich verwehrt bleiben, können für methodische und methodologische Fragestellungen der Bild- und Filmanalyse fruchtbar gemacht werden.




WiSe 2012/13


Seminar "Potenziale historisch-politischer Bildungsarbeit >vor Ort<":
Der Gedenkstättenbesuch (mit Exkursion)

Dozentin: Cornelia Siebeck

Förderung der Exkursionskosten durch SOPRA

Ob im Rahmen von Gerichtsverfahren, in der Politik oder auf Reisen - dem Ortstermin werden für die Erkenntnisbildung besondere Qualitäten zugeschrieben. An Ort und Stelle erwartet man authentische und unmittelbare Eindrücke, die sich wie von selbst zur sinnvollen Erfahrung zusammensetzen; die eigene Anschauung soll zum kompetenteren Urteil befähigen, persönliche Präsenz soziale Anteilnahme markieren. Aufgrund ihrer ›Anschaulichkeit‹ werden auch in der historisch-politischen Bildungsarbeit gerne thematisch einschlägige Orte aufgesucht. Wir schauen Orte dabei jedoch nicht einfach nur an, sondern wir machen uns ein Bild von ihnen. Entgegen der Alltagsintuition ist ein solcher Aneignungsprozess keineswegs unvermittelt. Die kognitive, sensuelle und emotionale Auseinandersetzung mit Orten ist vielmehr ebenso voraussetzungsvoll wie jeder andere Lernprozess, sie wird von vielfältigen sozialen Bedingungen gerahmt und geprägt. Will man die Potenziale historisch-politischer Bildungsarbeit ›vor Ort‹ ausschöpfen, so müssen diese Bedingungen reflektiert und aktiv gestaltet werden.

Im Seminar werden uns exemplarisch mit dem Gedenkstättenbesuch beschäftigen: einer weit verbreiteten Form des didaktisch motivierten Ortstermins, die sich in unterschiedlichsten thematischen Zusammenhängen anbietet. Ziel ist, ein analytisches Verständnis für die Interaktion der beteiligten Subjekte mit dem historischen (und gegenwärtigen) Ort zu gewinnen, um von dort aus intersubjektive Lern-, Erfahrungs- und Austauschprozesse entwickeln zu können, die den Beteiligten ›vor Ort‹ explorative, (selbst)bewusste und kreative Zugänge auch jenseits der klassischen Führung durch Expert/innen ermöglichen. Dabei widmen wir uns auch praktischen Aspekten des Gedenkstättenbesuchs: Entwicklung geeigneter Fragestellungen und Methoden, Einbeziehung der Teilnehmer/innen in Planung und Recherche, Fundraising, Zusammenarbeit mit Expert/innen, Vor- und Nachbereitung, Momente des ›Scheiterns‹.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung findet vom 18. bis 20. Januar 2013 eine Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald statt. Dort werden wir gemeinsam mit Ronald Hirte (Archäologe, Historiker und pädagogischer Mitarbeiter der Gedenkstätte) den Ort erkunden. Anschließend werden wir pädagogische Möglichkeiten und Methoden zu dessen didaktischer Erschließung kennenlernen - theoretisch und im Selbstversuch.


Fotos der Exkursion und der Abschlussveranstaltung mit Prof. Dr. Jörn Rüsen: