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Sektion Sozialpsychologie und Sozialanthropologie


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Die Sektion für Sozialpsychologie und Sozialanthropologie setzt sich theoretisch und empirisch mit der sozialen und kulturellen Lebenswelt auseinander. Im Zentrum stehen komplexe Beziehungen zwischen Personen, Gruppen oder Gemeinschaften und ihrer kulturellen und materiellen Umwelt, sowie die Beziehungen, die Personen zu sich selbst unterhalten.

Selbstverständnis

Die Sektion Sozialpsychologie und Sozialanthropologie ist eine interdisziplinäre Forschungs- und Lehreinheit der Fakultät für Sozialwissenschaft. Sie zeichnet sich durch handlungs- und kulturpsychologische sowie ethnologische (sozial- und kulturanthropologische) Schwerpunkte aus. Sie pflegt enge Kooperationen mit anderen Sektionen, Fakultäten sowie Forschungseinrichtungen und verbindet zeitgenössische sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven. Die systematische Verankerung der Kulturpsychologie im Rahmen interdisziplinärer Studienprogramme und Forschungsprojekte stellt international eine Besonderheit dar.

Die Sektion wendet ihren Blick nahen und fernen Kulturen zu. Sie befasst sich mit dem Eigenen und dem Fremden (in seinen wechselseitigen Beziehungen). Wissen und Diskurse, Praktiken, Medien und Techniken, Lebensformen und Lebensstile, Mentalitäten und Identitäten, Handlungs- und Subjektivitätsformen interessieren sie in gegenwärtiger und historischer Perspektive. Dies schließt ein ausgeprägtes Interesse an Wissenschaftsgeschichte, Wissenschafts- und Wissensforschung ein, speziell an der Geschichte der Psychologie und Ethnologie sowie ihren lebensweltlichen Auswirkungen.

Die Mitglieder der Sektion untersuchen in verschiedenen Themenfeldern komplexe Konstellationen, die in vielen Regionen einer glokalisierten Welt typisch geworden sind. Dazu gehören insbesondere:

  • Das Fremde und das Eigene:
    • kultureller Austausch, interkulturelle Kommunikation und Kompetenz
    • hybride und transitorische Identitäten
    • Beschleunigung von Lebensbereichen und Dynamisierung praktischer Selbst- und Weltverhältnisse, sowie konfligierende Werte, Normen und Praktiken und unübersichtliche Orientierungsangebote hoch differenzierter Gesellschaften
  • Wissensforschung:
    • indigenes Wissen und Indigenisierung der Wissenschaften
    • kulturelle und psychosoziale Effekte einer technisierten und medialisierten Wissensgesellschaft
    • Optimierung des 'Menschen', wissenschaftlich, (bio-)technologisch und politisch vermittelt – gleich welcher Herkunft und Zugehörigkeit, welchen Alters oder Geschlechts
    • fortlaufende Transformationen anthropologischen Wissens sowie der allmähliche oder abrupte Wandel ‚des Menschen‘ selbst
    • Fachgeschichte der Ethnologie und Psychologie
  • Umbrüche, Konflikt und Gewalt:
    • vielfältige Formen (der Genese) physischer, psychischer und symbolischer Gewalt
    • Kultur und Umbrüche des Mittelmeerraums
    • Kontroverse Effekte neuer Medien und Technologien

Die thematischen Schwerpunkte der Sektion prägen nicht nur die Forschung, sondern auch die Lehre auf allen Ebenen: vom Bachelor- über das Masterstudium und die strukturierte Promotion bis hin zu anderen Formen der Nachwuchsförderung (z. B. im Rahmen sog. „Deutschland-Stipendien“ im Master-Studium). Forschungsorientierte Lehrveranstaltungen, in deren Zentrum theoretisch anspruchsvolle und methodisch versierte Lehrforschungsprojekte und Forschungswerkstätten stehen, sind in allen Curricula zentral und obligatorisch.

In forschungsmethodischer Hinsicht orientieren sich die empirischen Projekte vorrangig an interpretativen und praxisorientierten Ansätzen. Die Vermittlung einer hermeneutischen Methodologie der Sozialforschung und Kulturanalyse und der Methodologie der Feldforschung sowie die selbständige Einübung qualitativer Forschungsmethoden bilden vorrangige Bestandteile der Lehre. Komparative, insbesondere kulturvergleichende Studien fokussieren globales und indigenes Wissen sowie die damit verwobenen Lebens-, Praxis- und Subjektivitätsformen.

Profile und Schwerpunkte in der Sektion Sozialpsychologie und -anthropologie:

Allgemeine Informationen

Professuren und Lehrstühle

Hochschullehrer/innen

Emeritierte / Pensionierte Professoren

Masterprogramm Kultur und Person

Flyer

Aktuelles

  • Das KKC-Studierendenkolleg in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Sozialpsychologie und Sozialtheorie lädt ein zum Workshop „Cultural Psychology and Vygotsky's Cultural-Historical Psychology: Commonalities and Differences“ mit Prof. Carl Ratner (Trinidad, USA) und Prof. Carlos Kölbl (Universität Bayreuth). Der Workshop wird am 21.03.2017 (14:00 bis 18:00 Uhr) im Dekanatssaal GC 04/45 stattfinden. Hier geht es zum Plakat
  • Der Hans-Kilian-Preis 2017 geht an Prof. Dr. Jaan Valsiner von der dänischen Universität Aalborg. Die feierliche Preisverleihung findet am 28. April 2017 an der RUB statt. Koordiniert wird die Preisvergabe vom Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum (KKC. Weitere Informationen finden sich hier
  • Informationen zu aktuellen Veröffentlichungen in der Buchreihe "Kultur, Gesellschaft, Psyche. Sozial- und kulturwissenschaftliche Studien" (hrsg. von Katja Sabisch, Estrid Sørensen, Jürgen Straub), finden Sie hier.