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15. Juni 2015:

Hans Joas: Religiöse Erfahrung und ihre Interpretation. Reflexionen zu William James und Josiah Royce

15. Juni 16.15 Uhr in GBCF 04/614 der Ruhr-Universität
wird der renommierte Soziologe und Sozialphilosoph Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joas einen Vortrag im Rahmen der Hans-Kilian-Vorlesungsreihe halten.

Hans Joas ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor für Religionssoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied des Committee on Social Thought an der University of Chicago und Non-resident Fellow des Swedish Collegium for Advanced Studies, Uppsala.

Von 2002-2011 leitete er das Max-Weber-Kolleg für kultur-und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt. Bis 2014 war Hans Joas Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Im Sommersemester 2012 hatte er die damals neu geschaffene Gastprofessur der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung an der Universität Regensburg inne.
Hans Joas ist einer der international einflussreichsten deutschen Soziologen und wurde 2013 an der Ruhr-Universität mit dem Hans-Kilian-Preis ausgezeichnet. (siehe dazu auch: http://www.hans-kilian-preis.de/…/2…/preistraeger/index.html)

Der Titel des Vortrages lautet: Religiöse Erfahrung und ihre Interpretation. Reflexionen zu William James und Josiah Royce
In seinem Vortrag wird Hans Joas der Frage des Verhältnisses von Erfahrung und Erfahrungsartikulation nachgehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verknüpfung zweier grundlegender Stränge der Religionstheorie des amerikanischen Pragmatismus: der empirischen Religionspsychologie von William James und der Zeichentheorie von Charles Peirce. Diese Verknüpfung wurde schon 1913 von einem Dritten im Bunde, Josiah Royce, versucht. Wie zu zeigen sein wird, ist sie allerdings ihrerseits mit geschichtstheoretischen Problemen behaftet, ohne deren Lösung die Verknüpfung nicht gelingen kann.