FAQs BA-Klausur zur Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“

Formalia

 

Die (je nach benötigtem Nachweis) bis zu 70-minütige Klausur ist eine Multiple-Choice-Klausur. Grundlage der Klausurfragen sind die jeweils angegebenen Texte (Reader und Lehrbuch) sowie die Inhalte der mündlichen Ausführungen in der Vorlesung. Der Besuch der Vorlesung wird vorausgesetzt und die Teilnahme an einem Tutorium empfohlen. Die Modulprüfung (benoteter Leistungsnachweis) im Modul "Internationale Beziehungen" kann durch das Bestehen der umfangreicheren Klausurvariante abgelegt werden, der Studiennachweis in demselben Modul kann durch das unbenotete Bestehen der weniger umfangreichen Klausurvariante erworben werden. Studierende, die die Vorlesung im Rahmen des Moduls "Internationale Strukturen und Prozesse" (als Teil III) besuchen, müssen die Klausur nicht mitschreiben, es reicht der Besuch der ersten Hälfte der Vorlesungssitzungen.

Die nächste Vorlesung findet im Sommersemester 2018 statt und entsprechend wird die nächste Klausur am Ende des Sommersemesters 2018 geschrieben.

 

Beispiele für mögliche bzw. frühere Klausurfragen

1. Was ist "structural power" (strukturelle Macht) nach S. Strange?

a) Strukturelle Macht beschreibt die Kontrolle oder den Einfluss auf Strukturen, in denen andere Akteure
    Entscheidungen fällen.

b) Strukturelle Macht beschreibt die Fähigkeit, andere zur Einhaltung bestehender Strukturen auch gegen ihren
    Willen zu zwingen.

c) Strukturelle Macht beschreibt das Verhalten von Staaten, alle ihre Machtmittel im Rahmen der internationalen
    Strukturen bewusst auszunutzen.

d) Strukturelle Macht beschreibt die Fähigkeit von nationalstaatlichen Akteuren, andere Staaten aufgrund der überlegenen
    militärischen Infrastruktur zu bedrohen.

e) (b) und c)

 

2. Welche Ursachen hat Unterentwicklung laut der Modernisierungstheorie?

a) Die Modernisierungstheorie betont endogene Faktoren der Unterentwicklung und eine asymmetrische Integration
    der Entwicklungsländer in den Weltmarkt, die durch eine selektive Abkopplung vom Welthandelssystem durchbrochen
    werden könne.

b) Die Modernisierungstheorie betont exogene Faktoren der Unterentwicklung und eine fehlende Integration der
    Entwicklungsländer in den Weltmarkt, die aber durch eine Reform des Welthandelssystems verbessert werden könne.

c) Die Modernisierungstheorie betont endogene Faktoren der Unterentwicklung und eine fehlende Integration der
    Entwicklungsländer in den Weltmarkt, die aber durch innere Reformen verbessert werden könne.

d) Die Modernisierungstheorie betont exogene Faktoren der Unterentwicklung und eine fehlende Integration der
    Entwicklungsländer in den Weltmarkt, die durch eine selektive Abkopplung vom Welthandelssystem durchbrochen
    werden könne.

 

3. Was ist eine/sind die grundlegende/n Annahme/n der Institutionenökonomik?

a) Akteure verhalten sich nicht opportunistisch und sind nicht bereit, sich gegenseitig aufgrund des Profitstrebens
    zu betrügen.

b) Die Rationalität der nutzenmaximierenden Akteure ist aufgrund vollständiger Informationen unbegrenzt.

c) Die Rationalität der nutzenmaximierenden Akteure ist aufgrund unvollständiger Informationen begrenzt.

d) Die Hauptfunktion von Institutionen ist nicht die Senkung von Transaktionskosten.

e) (a) und (c)

 

4. Was bedeuten steigende Terms of Trade?

a) Steigende Terms of Trade in einem einzigen Entwicklungsland zeigen an, dass sich der Handel aller
    Entwicklungsländer positiv entwickelt.

b) Steigende Terms of Trade in einem einzigen Schwellenland zeigen an, dass sich der Handel aller
    Schwellenländer positiv entwickelt.

c) Bei steigenden Terms of Trade kann ein Land für eine gegebene Exportmenge mehr Güter importieren.

d) Bei steigenden Terms of Trade kann ein Land für eine gegebene Exportmenge weniger Güter importieren.

e) (a) und (d)

 

5. Wie viele Ausprägungen des Liberalismus unterscheidet Moravcsik und welche sind es?

a) Zwei, nämlich den reflective und rational liberalism.

b) Drei, nämlich den ideational, commercial and governmental liberalism.

c) Drei, nämlich den ideational, commercial and republican liberalism.

d) Vier, nämlich den reflective, ideational, commercial and republican liberalism.

e) Vier, nämlich den reflective, rational, commercial and governmental liberalism.

 

6. Welche sind die Ursachen für die aktuelle globale Finanz- und Wirtschaftskrise? 

a) Der in den liberalen Marktwirtschaften vorherrschende Korporatismus und eine mangelnde Flexibilität
   der Wechselkurse.

b) Die lockere Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank, das Versagen staatlicher Aufsichtsbehörden
   und privater Evaluierung von Banken.

c) Eine zu hohe Transparenz der privaten Rating-Agenturen und die Verstaatlichung systemrelevanter Banken.

d) Der Liquiditätsüberschuss der US-amerikanischen Notenbank und die von ihr getätigten sunk investments.

 

7. Wie begründet der (Neo-)funktionalismus (regionale) Wirtschaftskooperation?

a) Mit der funktionalen Effizienz durch eine gemeinsame Regelfindung und spill-over Effekten aus dem
   technisch-ökonomischen Bereich.

b) Mit der funktionalen Differenzierung durch Spezialisierung und den steigenden Terms of Trade.

c) Als Reflex gegenüber nationalen Interessensgruppen und zur Stärkung der staatlichen Handlungsfähigkeit
   nach innen.  

d) Mit der Konvergenz der nationalstaatlichen Interessen.

e) (a) und (d)

 

8. Welches vorrangige Ziel verfolgten die regionalen Integrationsprozesse der 1990er Jahre (Europäisches Binnenmartkprojekt, NAFTA, Mercosur)?

a) Das Bestreben der Regierungen, nationale Branchen zu schützen und die Abschwächung des Einflusses
    von Lobby-Gruppen.

b) Die Verhinderung von import leakages.

c) Die Förderung einer parallel authority.   

d) Die Förderung des Wirtschaftswachstums durch Liberalisierung und die Stärkung innenpolitischer
   Verträglichkeit marktliberaler Reformen durch die Verankerung in regionalen Abkommen.

e) (b) und (c)

 

 

Klausurergebnisse

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