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Vorlesungsverzeichnisse vergangener Semester



Änderungen/Ergänzungen im Sommersemester 2014

 

LV-NR           
Veranstaltung            Modulabschlussgespräch  C
Dozent(inn)en            Deuber-Mankowsky, Astrid
Zeit

17. Juli,15:30 h

Raum:

GB 5/142

LV-NR           
Veranstaltung            Modulabschlussgespräch A
Dozent(inn)en            Sabisch, Katja

 

Zeit

15. Juli,10:00h -11:00h

Raum:

GC 04/159

LV-NR           
Veranstaltung            Modulabschlussgespräch B
Dozent(inn)en            Warth, Eva

 

Zeit:

18. Juli, 11:15h-12:00h

Raum:

GB 5/149

LV-NR           
Veranstaltung            Kolloqium
Dozent(inn)en            Sabisch, Katja

 

Zeit:

18. Juli 2014, 10-16 Uhr

Raum:

GCFW 04/703

LV-NR            080376
Veranstaltung            Schlüsselwerke der Männlichkeitsforschung
Dozent(inn)en            Brand, Maximiliane
 
Zeit:

Termin: 04./05.07.2014, 10-16 Uhr
11./12.07.2014, 10-16 Uhr

Raum:

GCFW 04/304

Hinweise:

Aus organisatorischen Gründen bitte per E-Mail eine Rückmeldung aller Teilnehmer bei Maximiliane Brand unter genderstudies@rub.de

 

LV-NR 080760
Veranstaltung Körper_lichkeiten zwischen Normen und Alternativen
Dozent(inn)en Anja Ostrowski, M.A. (Gender Studies Joint Degree)

Zeit/Raum:

Blockseminar in den Pfingstferien 11.04. 14-16 Uhr, 10.06. - 12.06. 10-17 Uhr, 13.06. 10-16 Uhr, Raum GBCF 05/608

Hinweise:

TN: Regelmäßige Teilnahme und Referat LN: zusätzliche Hausarbeit oder eigenständiges Projekt, das dem Arbeitsumfang einer Hausarbeit entspricht, z.B. in Form von Foto- oder Filmarbeiten

Kommentar:

Im ökonomischen Verständnis als Ressource definiert, ist ein Körper soziokulturell sowohl als Projektionsfläche für Zuschreibungen zu verstehen, als auch als - unfreiwilliges - Präsentationsmittel des Selbst. Zentrales Thema des Seminars sind die Zusammenhänge zwischen Körpernormen, Industrienormen und gesellschaftlichen Hierarchisierungsprozessen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf den Faktor Schönheit als Instrument neoliberaler Wachstumsstrategien gerichtet werden. Im Seminar wird anhand von Foucaults Theorie der Gouvernementalität untersucht, inwiefern sich aus einem Konkurrenzkampf der Körper_lichkeiten ein gesellschaftlicher Nut-zen ergibt. Unter Zuhilfenahme von Texten aus Bereichen der Gender-, Queer und DisAbility Studies werden zunächst einzelne theoretische Auseinandersetzungen mit Körperpolitiken diskutiert werden, die u.a. zur Stabilität einer dichotomen, heterosexuell ausgerichteten Geschlechterdifferenz beitragen und zugleich einer kapitalistischen Wachstumsideologie sowie der Machtposition des globalen Nordens zugutekommen. Auch sollen mediale Repräsentationen analysiert werden, welche die neoliberale Strategie der Selbstoptimierung legitimieren, indem kommuniziert wird, dass soziale Ungleichheiten anhand von sich dynamisch verändernden Körperhierachien neu ausgefochten werden könnten.

Literatur:

Literatur u.a.: Antke Engel, Bilder von Sexualität und Ökonomie. Queere kulturelle Politiken im Neolibera-lismus, Bielefeld op. 2009. Michel Foucault, Geschichte der Gouvernementalität. Vorlesung am Collège de France 1977-1978, 1978-1979, Frankfurt a.M 2006a. Waltraud Posch, Projekt Körper. Wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt, Frankfurt am Main 2009. Heike Schnoor, Über die Schwierigkeit, anders zu sein. Der behinderte Körper im Span-nungsfeld zwischen Konstruktions- und Dekonstruktionsprozessen, in: Anke Abraham u. Beatrice Müller (Hg), Körperhandeln und Körpererleben. Multidisziplinäre Perspektiven auf ein brisantes Feld (= Körperkulturen), Bielefeld 2010, S. 165–180.

Änderungen / Ergänzungen Wintersemester 2013/14

LV-NR 080760
Veranstaltung Geschlechterdimensionen im Krieg
Dozent(inn)en Christine Buchwald, M.A. (Friedens- und Konfliktforschung)

Zeit/Raum:

Vorbesprechung am 24.01.2014 Block I: 13. und 14.2.2014 Block II: 6. und 7.3.2014 Raum GBCF 05/608

Modulzuordnung:

Joint Degree, Zwei-Fach-Master-Aufbaumodule, auch für Master Medienwissenschaft geöffnet

Kommentar:

Durch die Einbindung der unterschiedlichsten Teildisziplinen - der Friedens- und Konfliktforschung, der Gender-Studies, der Männlichkeitsforschung, der Geschichte, der rechtlichen Dimension und der internationalen Beziehungen - ist das Seminar bewusst interdisziplinär angelegt und soll einen umfassenden Blick auf die Geschlechterdimensionen im Krieg ermöglichen.

Hinweise:

Obligatorische Anmeldung per E-Mail bei der Dozentin: ChrBuchwald@gmail.com



LV-NR 080349
Veranstaltung Researching Democracies in the Global South
Dozent(inn)en Eva Gerharz

Zeit/Raum

Mo 14.00-16.00 Uhr, GC 03/146

Modulzuordnung

Joint Degree-Basismodul, alternative Veranstaltung für Studierende, die gerne an dem Seminar von Astrid Deuber-Mankowsky und Penelope Deutscher teilnehmen möchten. Sprechstunde Mo 16.00-17.00 Uhr E-Mail-Adresse eva.gerharz@rub.de Raum GC05-511

Kommentar

“If democracy is broadly understood as government by “the people,” it must necessarily differ along with “the people” in question”, one reads in the blurb of Julia Paley’s anthology “Democracy”. In contrast to dominant perspectives that have taken the normative status of Western approaches for granted, recent scholarship has pointed out that democracy is rooted in specific historical and cultural contexts. The ways in which the “will of the people” are represented are highly specific and it may require a radically empirical perspective to figure out in what manifold ways democracies are “made” by the people themselves. Struggles for recognition, attempts to safeguard the status quo and (translocal) power hierarchies play a decisive role in this open end process.

Hinweise

Leistungen: Active participation, oral presentation and final paper



LV-NR 051 728
Veranstaltung Queer Film Theory anhand von klassischen Hollywood-Filmen
Dozent(inn)en Stewen

Zeit/Raum

2st., 14-tägig, Fr 14-18, GABF 04/611 Termine: 25.10., 15.11., 29.11., 13.12., 10.01., 24.01. und 07.02.

Modulzuordnung

Joint Degree Kulturelle und mediale Repräsentationen I oder II 2-Fächer Master: Kulturelle und mediale Repräsentationen (Modulteil 1 oder 2)

Kommentar

Über Fragen einer filmischen Repräsentation von Homo-, Bi- oder Transsexualität und Strategien des Queer Readings hinaus möchte das Seminar dem übergreifenden theoretischen Potenzial nachspüren, das sich im Hinblick auf kulturwissenschaftlich-philosophische und medienwissenschaftliche Theorien aus diesen Identitäten und kulturellen Praktiken ergibt. Konkret sollen anhand von Hollywood-Klassikern queere Konzepte von Identität, Performativität und Temporalität entwickelt und überprüft werden – Formen ihrer formal-ästhetischen Inszenierung und anknüpfend daran ihre Relevanz für die Re-Formulierung klassischer Filmtheorien. (1) Wenn sich Identität nicht mehr in einer Abgrenzung zum begehrten Anderen definiert, sondern dieses immer schon Bestandteil des Selbst ist – wie lassen sich dann die Suche nach Identität und das Konzept eines kinematographischen Begehrens etwa anhand von Filmen wie REBECCA und DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY neu denken? (2) Wenn scheinbar natürliche Gegebenheiten (Geschlecht und heteronormative Verhältnisse) als kulturelle Zuschreibungen erscheinen und mediale Repräsentation durch die Logik performativer Aufführung ersetzt wird – wie lassen sich dann anhand von Filmen wie THE WIZARD OF OZ und PILLOW TALK sexuelle Identitäten und eine Identität des filmischen (Ab-)Bildes noch definieren? (3) Wenn Zeit durch die Infragestellung einer (re-)produktiven Sexualität nicht mehr zukunftsgebunden und zielorientiert ist – welche temporalen Sinnzuschreibungen und filmischen Narrationsmuster lassen sich dann etwa in Filmen wie GONE WITH THE WIND und CLEOPATRA ausmachen?

 

Das Seminar besteht in gleichen Teilen aus intensiven Lektüren von zentralen Texten u.a. von Judith Butler, Lee Edelman und Judith Halberstam sowie aus detaillierten Filmanalysen, die sich in bewusst assoziativen Formen im gemeinsamen Seminargespräch entfalten sollen. Das Seminar findet 14-tägig freitags zwischen 14 und 18 Uhr statt.



LV-NR 010429
Veranstaltung Geschichte und Theologie weiblicher Mystik vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart
Dozent(inn)en Eichler

Zeit/Raum:

Di, 16 - 18 Uhr/ GA 8/34

Modulzuordnung

Joint Degree Kulturelle und mediale Repräsentationen I oder II 2-Fächer Master Kulturelle und mediale Repräsentationen (Modulteil 1 oder 2)

Kommentar:

Wie eine geheimnisvolle Glut durchzieht die Mystik die Geschichte christlicher Theologie. Einen Höhepunkt findet sie im theologischen Schaffen von Frauen im Mittelalter wie in der Gegenwart. Ihre Mystik – Theologie und Poesie zugleich – spricht von augenblickshaften Erfahrungen des Durchbruchs zur kreatürlichen Wirklichkeit und zur Wirklichkeit Gottes, ebenso wie von der unaufgebbaren Sehnsucht nach ihr. Denn die theologische Reflexion der Gotteserfahrung, die Frage nach der Anwesenheit, vor allem aber nach der Abwesenheit Gottes, ist ihr wesentliches Thema. Leidenschaftliche Existenzweisen mit immer neuen Aufbrüchen gehen daraus hervor. Das Seminar wird Geschichte und Theologie christlicher Mystik nachzeichnen und ihre Aktualität bis in die Gegenwart erkennbar machen.




LV-NR 080 760
Veranstaltung Geschlechterdimensionen im Krieg
Dozent(inn)en Buchwald

Zeit/Raum:(14tägig) Freitag, 12-16

4st., 14-tägig, 25.10.; 8.11.; 22.11.; 6.12.; 20.12.; 10.01.; 24.01.; 7.2. (erster und letzter Termin jeweils nur 2-stündig) UFO 01/04 (05)

Modulzuordnung

Joint Degree Kulturelle und mediale Repräsentationen I oder II 2-Fächer Master Kulturelle und mediale Repräsentationen (Modulteil 1 oder 2)




LV-NR 080762
Veranstaltung Forschungsworkshop Joint Degree – Jahrestagung Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW
Dozent(inn)en  

Zeit/Raum

08.11., 10- 18 Uhr, SANAA-Gebäude Welterbe Zollverein, Essen




LV-NR 080 761
Veranstaltung Tutorium Joint Degree
Dozent(inn)en Wirxel

Zeit/Raum

Di 14-16 Uhr (Beginn 15.10.) UFO 01/04 (05)

Ergänzungen / Änderungen Sommersemester 2012

LV-NR 040096
Veranstaltung Sexualität in der Weimarer Republik
Dozent(inn)en Rüther

Joint Degree

Aufbaumodul „Arbeit, Institutionen und kulturelle Praktiken“; Aufbaumodul "Identitäten, Positionen Differenzen"

2-Fächer Master

Aufbaumodul A, Typ 2; Aufbaumodul C, Typ 2

Zeit / Raum: Mi 12-14 Uhr / Zeitungslesesaal der Historischen Bibliothek (GA 5/Nord)

Kommentar: Die Betrachtung der Sexualgeschichte veranlasse dazu, die Periodisierung der deutschen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert zu überdenken, da sich die Brüche und Kontinuitäten entlang der konventionellen Scheidemarken im Bereich der Sexualität anders darstellten als in dem der Politik, konstatiert Dagmar Herzog in ihrer Studie über "Die Politisierung der Lust", in der sie allerdings primär die Zeit des Nationalsozialismus und der frühen Bundesrepublik in den Blick nimmt. Wurden die hektischen Jahre der Weimarer Republik nur nachträglich zur Blütezeit des sexuellen Experimentierens stilisiert und ließ sich die konzertierte konservative Gegenbewegung erst zum Ende der Weimarer Republik ausmachen, wie Herzog vermutet? Das Seminar wird sich mit der Sexualität in der Weimarer Republik unter der Fragestellung befassen, inwieweit in dieser Zeit Brüche oder Kontinuitäten zu verzeichnen sind und wird dabei die einzelnen Themenbereiche wie "Gebärstreik", "Rationalisierung des Geschlechtslebens", Sexualaufklärung, Prostitution etc. im Kontext der zeitgenössischen politischen Strömungen und Debatten verorten. Anders als üblicherweise in der historiographischen Darstellung wird die Zeit der ersten deutschen Demokratie nicht als Vorgeschichte des Nationalsozialismus betrachtet, sondern sollen die Entwicklungen und Tendenzen in Beziehung zur Zeit vor 1919 gesetzt werden. Anhand ausgewählter Quellen sollen die politischen, sozioökonomischen und rechtlichen Aspekte des Themas erarbeitet werden. Anmeldung in der Sitzung vom 10.04.2012

Literatur

Einführende Literatur: · Bagel-Bohlan, Anja/Salewski, Michael (Hg.), Sexualmoral und Zeitgeist im 19. und 20. Jahrhundert, Opladen 1990 · Herzog, Dagmar, Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, München 2005 · Janssen-Jurreit, Marielouise, Frauen und Sexualmoral, Frankfurt/M. 1986 · Peukert, Detlev J.K., Die Weimarer Republik, Frankfurt/M. 1987




LV-NR 080310
Veranstaltung Translokalität als method(olog)ische Herausforderung
Dozent(inn)en Gerharz

Ergänzung: Methodenveranstaltung im Basismodul

Die Veranstaltung von Frau Gerharz wurde dem Vorlesungsverzeichnis im Basismodul als Methodenveranstaltung hinzugefügt. Studierende haben die Wahlmöglichkeit zwischen dieser und der Veranstaltung von Frau Schulte.



LV-NR 051159
Veranstaltung Sexualität und Medien in der spanischsprachigen Welt - zur Konstruktion von Geschlechteridentitäten in Männer- und Frauenzeitschriften
Dozent(inn)en Bosshard

Joint Degree

Aufbaumodule Kulturelle und mediale Repräsentationen I und II

Zwei-Fächer Master

Aufbaumodul B, Modulteil 2

Zeit/Raum: Do 10-12 Uhr / GB 7/153; Beginn: 12.04.2012

Kommentar: Für die spanische Queer-Theoretikerin Beatriz Preciado ist die US-amerikanische Männerzeitschrift Playboy Ausdruck einer maskulin-heterosexuellen Emanzipation, die diskursgeschichtlich parallel zur feministischen Emanzipation und zur Emanzipation der Homosexuellen gesehen werden muss: Dank des Playboy erobere sich der Mann, indem er sich ein hochtechnisiertes Single-Apartment schafft, den traditionell feminin konnotierten privaten (Innen-)Raum zurück; die Zeitschrift und das dazugehörige Medienimperium konstituierten auf diese Weise ein völlig neues Männerbild jenseits des Reproduktionsimperativs. Angesichts eines solchen Befundes scheint es notwendig, die mediale Funktion von Männer- und Frauenzeitschriften im Hinblick auf die Geschlechteridentitäten, die sie modellieren, neu zu beleuchten. Im spanischsprachigen Raum ist dies umso dringlicher, als dort Katholizismus und machismo herkömmliche Geschlechterrollen - vermeintlich? - stärker festzuschreiben scheinen als anderswo. Wir werden uns im Seminar daher nach einem ersten (gender-)theoretischen Teil (inklusive eines Gastvortrages von Preciado) exemplarisch eine Reihe von historischen und zeitgenössischen Männer- und Frauenzeitschriften aus Spanien und Lateinamerika ansehen und anhand ihrer Analyse die Frage zu beantworten versuchen, inwiefern sie Geschlechteridentitäten konservieren oder aber modifizieren. Gute Spanischkenntnisse zum Verständnis der spanischsprachigen Zeitschriften notwendig

Literatur

Beatriz Preciado: Pornotopía. Arquitectura y sexualidad en ‚Playboy' durante la guerra fría, Barcelona 2010 (dt.: Pornotopia. Architektur, Sexualität und Multimedia im ‚Playboy', Berlin 2012).




LV-NR 080302
Veranstaltung Schlüsseltexte der Geschlechterforschung
Dozent(inn)en  

Korrektur der Wochenübersicht im Vorlesungsverzeichnis

Das Seminar findet nicht, wie in der Wochenübersicht angegeben, Di 14-16, sondern Do 12-14 statt.




LV-NR 040227
Veranstaltung Geschlechterverhältnisse in Spielfilmen der Nachkriegszeit im internationalen Vergleich
Dozent(inn)en Weckel

Joint Degree

Aufbaumodule Kulturelle und mediale Repräsentation I+II / Identitäten, Positionen, Differenzen I+II

2-Fächer Master

Aufbaumodul B, Modulteil 1 / Aufbaumodul C, Modulteil 2

Zeit/Raum: Mo 16-18 Uhr/ GABF 04/711; Beginn: 2.04.2012

Kommentar: Ein fiktionaler Spielfilm kann insbesondere dann zu einer aufschlussreichen historischen Quelle werden, wenn nicht nur die Intentionen der Filmemacher aussagekräftig sind für seine Entstehungszeit, sondern darüber hinaus manches Zeittypische in ihn eingeflossen ist, ohne dass dies den an der Produktion Beteiligten so ganz bewusst gewesen wäre. Solche unbeabsichtigt hinterlassenen Spuren sind in vielen Filmen die Darstellungen der Geschlechterverhältnisse, die Inszenierungen von (erwünschten und unerwünschten Formen von) Weiblichkeit und Männnlichkeit. Wir werden uns in diesem Oberseminar mit einer Reihe von zwischen 1945 und 1965 entstandenen west- und ostdeutschen, italienischen und amerikanischen Spielfilmen beschäftigen und untersuchen, was diese uns über die geschlechtergeschichtlich spannungsgeladene Nachkriegszeit verraten. Im Krieg hatten Männer und Frauen höchst unterschiedliche, weitgehend geschlechtsexklusive Erfahrungen gemacht. Für Frauen waren mit den erweiterten Handlungsräumen oft eine neue Selbständigkeit und Verantwortung verbunden, Männer hingegen hatten gemeinsam Grenzen überschritten, darüber zuhause aber zumindest vorübergehend ihren Einfluss verloren und womöglich an Autorität eingebüßt. Viele von ihnen kamen zudem körperlich und/oder seelisch versehrt zurück. Auf welche Weisen wurden nun erneut hierarchische Geschlechterverhältnisse ausgehandelt und legitimiert?

Literatur:

Bettina Greffrath, Gesellschaftsbilder der Nachkriegszeit. Deutsche Spielfilme 1945-1949,Pfaffenweiler 1995.




LV-NR 040637
Veranstaltung Kunst und Körper. Von den Anfängen der Body Art und der Wiederkehr des Körpers
Dozent(inn)en Wruck

Joint Degree

Aufbaumodule Arbeit, Institutionen, kulturelle Praktiken I+II / Kulturelle und mediale Repräsentation I+II

Voraussetzungen:

Aufbaumodul A, Modulteil 2 / Aufbaumodul B, Modulteil 2

Zeit/Raum: Mi 16-18 Uhr / GA 6/62; Beginn: 11.04.2012

Kommentar : Nachdem mit Jackson Pollocks Action Painting der Körper des Künstlers eine zunehmend wichtige Rolle in der Kunst eingenommen hatte, entwickelten sich in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts künstlerische Positionen, die den (Künstler-)Körper auf unterschiedliche Art und Weise in den Mittelpunkt rückten. Ist im Happening der Körper noch im Sinne des Schauspielens ein Vermittlungsmedium, wird er mit den Performances von Vito Acconci, Chris Burden und anderen Künstlern der Body Art zum Material der künstlerischen Auseinandersetzung. Im Seminar soll diese Entwicklungslinie anhand einschlägiger künstlerischer Beispiele nachvollzogen werden, um sodann in einem zweiten Schritt die Wiederkehr des Körpers in den neunziger Jahren zu beleuchten. In Abgrenzung vom Kunstmarktboom der achtziger Jahre und der damit einhergehenden Dominanz von Malerei und Tafelbild, wird der Körper in den neunziger Jahren wieder verstärkt in der künstlerischen Auseinandersetzung thematisch: Vanessa Beecrofts Performances, die Skulpturen von Jake und Dinos Chapman, oder auch die Videoperformances von Matthew Barney sind hier als Beispiele zu untersuchen. Mit Blick auf die Ursprünge der Body Art sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Wiederkehr des Körpers in der Kunst herausgearbeitet werden.

Teilnahmevoraussetzung

Teilnehmer, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen. Achtung: Nur bedingt geöffnet: Falls noch Plätze frei sind, können Gender-Studierende an diesem Seminar teilnehmen. Hierfür bitte eine Email an eva.wruck@rub.de




LV-NR 040638
Veranstaltung Die letzte Avantgarde? Die Situationistische Internationale (1957-72)
Dozent(inn)en Urban

Joint Degree

Aufbaumodule Kulturelle und mediale Repräsentation I+II

2-Fächer Master

Aufbaumodul B, Modulteil 2

Zeit/Raum: Mi 12-14 Uhr / GABF 04/5014; Beginn: 11.04.2012

Kommentar: Zwischen zwei Schwarzbildern tauchte 1952 in einer verstörenden Filmvorführung erstmals die Idee auf, das Spektakel der Bilder ließe sich ebenso wie das zur Ware degradierte Kunstwerk mit der Konstruktion von Situationen überwinden. Sie wurde für die Gruppe, die sich 1957 unter dem Namen Situationistische Internationale (SI) um Guy Debord mit Hauptsitz in Paris formierte, zum Programm. Aus dem jugendlich-prekären Milieu von Saint-Germain-des-Prés führte der Weg über das Kino, sogenannte lettristische Poesie und comicähnliche Metagraphien zu Experimenten des ziellosen Umherschweifens und den zerstückelten Stadtplänen der Psychogeographie: Mit dieser neubegründeten „Wissenschaft“ versuchten die Situationisten menschliche Leidenschaften auf die Umgebung zu übertragen. Sie erklärten das von Medien, Konsum und rigider Stadtplanung korrumpierte Alltagsleben sowie ihr unmittelbares Lebensumfeld zum zentralen Kampf-Schauplatz des Widerstands und zum buchstäblich wieder zu erobernden Terrain. In weiterer Konsequenz zielten die Situationen auf umfassende Umgebungskonstruktionen, die der Maler Giuseppe Pinot Gallizio mit seiner Höhle der Anti-Materie vorwegnahm und die in einen Unitären Urbanismus münden sollten: Was man sich darunter vorzustellen hatte, führte Constant mit seiner labyrinthisch-mobilen Modellstadt New Babylon vor Augen, wohingegen Debord seine Kritik 1967 in der Schrift Die Gesellschaft des Spektakels theoretisch ausformulierte. Derart weit gespannt und aktuell präsentieren sich diese künstlerischen und politischen Praktiken gegen die Gesellschaft des Spektakels, dass sie eine regelrechte Konjunktur der SI in Geographie, Architekturgeschichte, Theater- und Kulturwissenschaft sowie in politischer Theorie hervorgerufen haben. Auch die Kunstgeschichte hat sich inzwischen der Situationisten erinnert, spätestens seitdem sie ein wichtiger Bezugsrahmen für die aktuellen Kunstdiskurse seit den 1990er Jahren geworden sind. Besonders in ihrer Gründungsphase war die SI eng mit international operierenden Künstlern verwoben: Maler wie Asger Jorn und Constant, die zuvor mit COBRA ein Drehkreuz zwischen Copenhagen, Brüssel und Amsterdam geschaffen hatten, waren wichtige Mitglieder. Bei der Münchner Gruppe Spur oder der italienischen Nuklearen Malerei wurden weitere Verbündete gesucht. Mit Blick auf diese Verflechtungen wird das Seminar der kunsthistorischen Frage nachgehen, inwieweit das gesellschaftskritische Projekt der Situationisten mit den Neo-Avantgarden der Nachkriegszeit in Verbindung steht. Dabei ist im Einzelnen von Interesse, wie Maler zu Umgebungskonstrukteuren und schließlich zu Architekturvisionären werden, wie die pyschogeographische Praxis des Umherschweifens an die surrealistischen Spaziergänge anschließt, aber auch, wie sich Situationen überhaupt konstruieren lassen, nach welcher Partitur oder welchem Drehbuch? Somit ist nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zur parallel aufkommenden Aktionskunst und zum Happening zu fragen. Weitere kunsthistorische Bezüge sind für das Bauhaus imaginiste zu beleuchten, da sich Asger Jorn mit Max Bills Ulmer Hochschule für Gestaltung um das Bauhaus-Erbe stritt. Zunehmend allerdings duldeten die Situationisten die traditionellen Künste nur noch als „ästhetische Fertigbauteile“ in einem umfassenden Verfahren der Zweckentfremdung. Sie kündigten um 1962 den Pakt mit den Künstlern bereits wieder auf und gingen schließlich in die Studentenproteste von 1968 ein. Von daher wird es mit der SI nicht zuletzt um die Problematik einer Kunst gehen, die die Grenze zur politischen Aktion vollends überschreitet und mithin einen Endpunkt der künstlerischen Avantgarde-Bewegungen markiert.

Voraussetzungen und Studienleistungwen

TN: regelmäßige aktive Teilnahme, Referat LN: regelmäßige aktive Teilnahme, Referat, schriftliche Ausarbeitung (10 S.) Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten: Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. März (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. Teilnehmer, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen. Da die Veranstaltung gender-Aspekte nicht primär berücksichtigt, müssen TN und LN zum Thema Gender absolviert werden




LV-NR 010327
Veranstaltung Eine Frage des Willens?
Dozent(inn)en Eichler

Joint Degree

Aufbaumodul Identitäten, Positionen, Differenzen I+II

2-Fächer-Master

Aufbaumodul C, Modulteil 1

Zeit/Raum Mi 10-12 Uhr / GA 8/37

Kommentar 'Dein Wille geschehe', lautet die zweite Bitte des biblischen Vater Unser. Von der Erstrangigkeit des Willens Gottes ist hier die Rede. So stellt sich schon mit diesem so zentralen Text der Christenheit die Frage nach dem Willen Gottes und dem der Menschen und nach dem Verhältnis beider zueinander. Tatsächlich ist der Wille ein menschliches Vermögen, um das sich in der Geschichte der christlichen Theologie bis in die jüngste Gegenwart die heftigsten Debatten drehen. Denn mit dem Willen ist die Frage nach der menschlichen Freiheit verbunden und mit ihr auch die nach dem Guten wie die nach dem Bösen. Menschliches Wollen birgt eine ungeheure Kraft und führt zugleich an die Grenzen des menschlich Möglichen. Der Geschichte dieser um den Willen geführten Debatten will das Seminar nachgehen - von ihren biblischen Voraussetzungen über die mittelalterliche Theologie und die Auseinandersetzung der Reformation mit ihr bis in das Denken der Gegenwart.

Hinweis

Da die Veranstaltung gender-Aspekte nicht primär berücksichtigt, müssen TN und LN zum Thema Gender absolviert werden




LV-NR 051763
Veranstaltung Film und Körper
Dozent(inn)en Fahle

Joint Degree

Aufbaumodule Kulturelle und mediale Repräsentationen I+II

2-Fächer Master

Aufbaumodul B, Typ 1

Blockveranstaltung: Do (19.04.2012), 14:00 - 20:00, GA 1/138 Do (03.05.2012), 14:00 - 20:00, GA 1/138 Do (14.06.2012), 14:00 - 20:00, GA 1/138 Do (12.07.2012), 14:00 - 20:00, GA 1/138

Kommentar Leib- und Körpererfahrung spielen in der Ästhetik der Moderne eine wichtige Rolle. Oftmals zielen Künste nicht nur auf Repräsentation, sondern direkt auf Wahrnehmung, Emotionen, Affekte und Reaktionen des Körpers. Zuletzt ist der Körper auch in der Filmtheorie als Thema wieder in den Fokus der Forschung gerückt. ?Körper und Film? kann zunächst auf drei Weisen verstanden werden: als Körper im Film (Protagonisten), als Körper des Films (die materiale Ebene des Films, der Filmkörper?) und als Zuschauerkörper. Das Seminar behandelt die jüngsten Positionen und Filmbeispiele (aber auch Video, Installation u.ä.) zum Thema Film und Körper (Deleuze, Shaviro, Kennedy, Morsch, Sobchack) und lotet die Möglichkeiten einer um den Begriff des Körpers zentrierten Filmtheorie aus.




SS 2010
LV-NR 040 617
Veranstaltung Kunstgeschichte, Gender Studies, New Feminism
Dozent(inn)en Kampmann

Änderung: Termine

1. Sitzung: Do, 15.04., 16-18h s.t.; Block 1: Fr/Sa 21./22.05., 12-18h s.t.; Block 2: Fr/Sa 18./19.06., 16-18h s.t.

Kommentar:

Post, Pop, Anti, New – der Feminismus verfügt zu Beginn des 21. Jahrhunderts über eine reiche Auswahl an Präfixen, in denen sich die wechselnden Bewertungen von Frauenbewegung und Geschlechterforschung spiegeln. In dem Seminar soll danach gefragt werden, welche Rolle die Kategorie Geschlecht für die zeitgenössische Kunst spielt und wie Feminismus in der visuellen Kultur der Gegenwart thematisiert wird. Durch die gemeinsame Lektüre zentraler Texte werden die Entwicklung der Frauen- und Geschlechterforschung in der Kunstgeschichte nachgezeichnet und zentrale Fragestellungen für die Kunst- und Kulturwissenschaften herausgearbeitet. Über die Textarbeit hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Anwendung und Erprobung der Thesen an künstlerischen und visuellen Beispielen, etwa an Arbeiten von Valie Export, Jürgen Klauke oder Pipilotti Rist oder an aktuellen Frauenzeitschriften. Zur ersten Sitzung wird ein Reader zur Verfügung gestellt.




LV-NR 080410
Veranstaltung Integratives Kolloquium
Dozent(inn)en Richter

Änderung: Raum, Termin

GC 04/703; Di 18.00-20.00




LV-NR 050663
Veranstaltung Troubling Subjects
Dozent(inn)en Steinhoff

Änderung: Beginn

Die Lehrveranstaltungen findet erstmals am Donnerstag, dem 22. April statt.




LV-NR 080239
Veranstaltung Dimensionen grenzüberschreitender Vergesellschaftung: Entwicklung, Migration, Geschlecht
Dozent(inn)en Gerharz

Änderung:

Das von Frau Prof. Dr. Salzbrunn angekündigte Seminar entfällt und wird durch das Seminar von Frau Gerharz ersetzt (Modul A/Typ 2). Di 14.00-16.00, GBCF 04/611

Kommentar:

Migration wird nicht nur als Folge unzureichender Entwicklung thematisiert, sondern vermehrt auch im Zusammenhang mit transnationalen Ressourcenflüssen in die Herkunftsgesellschaften. Die Geldrücküberweisungen von MigrantInnen übersteigen bei weiten das globale Gesamtvolumen der offiziellen Entwicklungszusammenarbeit und in einigen Ländern tragen sie erheblich zum Bruttoinlandsprodukt bei. Diese Diagnose stellt die Akteure der globalen Entwicklungszusammenarbeit vor die Frage, wie diese enormen finanziellen Ressourcen möglichst effizient für Entwicklung in den Heimatländern eingesetzt werden können. Insbesondere in den letzten zehn Jahren haben die großen Entwicklungsakteure die Debatte um den "Migration-Development-Nexus" aufgegriffen und Prozesse der Politikformulierung und Strategieentwicklung in Gang gesetzt. Allerdings ist den rezenten Debatten um den Zusammenhang von Migration und Entwicklung ist Geschlecht trotz der Zentralität dieser Kategorie für soziale Ordnung kaum thematisiert worden. In diesem Seminar wird das neue entwicklungspolitische Feld "Migration und Entwicklung" ausgehend von einer soziologischen Perspektive auf Phänomene der Grenzüberschreitung betrachtet. Erstens werden die rezenten Grundlagen der Entwicklungs- und Transnationalisierungsforschung erarbeitet. In einem zweiten Schritt wird ein Blick auf das Politikfeld geworfen. Drittens sollen anhand empirischer Untersuchungen kritische Perspektiven auf den Zusammenhang zwischen Entwicklung, Migration und Geschlecht diskutiert werden.

Literatur:

Al-Ali, Nadje; Koser, Khalid (eds.) (2002) New Approaches to Migration? Transnational Communities and the Transformation of Home, Routledge: New York. Brinkerhoff, Jennifer (2008) Diaspora and Development, Boulder: Lynne Rienner. Dannecker, Petra (2009) Migrant Visions of Development: A Gendered Approach. In: Population, Space and Place 15, 119-132. Faist, Thomas; Lachenmann, Gudrun (2009) Migration(s) and Development(s): Transformation of Paradigms, Organisations and Gender Order, Sociologus: Zeitschrift für empirische Ethnosoziologie und Ethnopsychologie, 59. Jahrgang, Heft 1, Berlin: Dunker & Humblot. Osella, Filippo; Garnder, Katy (2004) Migration, Modernity and Social Transformation in South Asia, London: Sage. Pries, Ludger (2008) Die Transnationalisierung der sozialen Welt. Sozialräume jenseits von Nationalgesellschaften, Frankfurt: Surkamp.




LV-NR 080703
Veranstaltung Biologie des Geschlechts - und ihre gesellschaftliche Herstellung
Dozent(inn)en Voß

Änderung: Zusätzliches Blockseminar für Modul C/Typ 1 oder 2

Das Blockseminar von Herrn Voß findet am Sa 08.05., 10-18 Uhr und So 09.05, 10-14 Uhr und am Sa 12.06., 10-18 Uhr und So 13.06., 10-14 Uhr jeweils im Raum GC 04/703 statt.

Kommentar:

Auch biologisches Geschlecht ist gemacht, so wie es lange schon für kulturelles Geschlecht herausgearbeitet wurde. Biologisches Geschlecht ist Bestandteil von Gesellschaft und daher spiegelt sich in Theorien der Biologie und Medizin über Geschlecht auch die jeweils herrschende gesellschaftliche Geschlechterordnung. Theorien biologischen Geschlechts waren historisch wechselhaft. Verhandelt wurde zwischen verschiedenen Merkmalen, die als geschlechtlich gewertet wurden; verhandelt wurde auch über Gleichheit und Differenz zweier Geschlechter. Anderes als (fast ausschließlich) zwei Geschlechter, "weiblich" und "männlich", war vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Geschlechterordnung zunächst nicht denkbar, aber - immerhin - wurden diese zwei Geschlechter in biologisch-medizinischen Theorien "moderner Wissenschaft" vielfach als gleich herausgearbeitet. Heute werden zahlreiche verschiedene Merkmale als bedeutsam bei der Ausbildung des Genitaltraktes angenommen. Dies sind Chromosomen, Gene, Keimdrüsen, Hormone, innere und äußere Genitalien; mit Epigenetik rücken weitere Faktoren in den Blick. Biologie und Medizin haben so viele Merkmale als an der Geschlechtsentwicklung beteiligt herausgearbeitet, dass es kaum noch gelingen will, diese in die Annahme zweier Geschlechter - "weiblich" und "männlich" - zu pressen. Vielmehr stellt sich heraus, dass eine solch simple Zuordnung nicht haltbar ist. In dieser Veranstaltung wenden wir uns einigen historischen, aber insbesondere aktuellen biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien zu. Wir setzen sie in gesellschaftliche Zusammenhänge und betrachten sie insbesondere vor dem Hintergrund, welchen Anteil sie daran haben, Norm und auch Gewalt gegenüber ganz konkreten Menschen an den Grenzen der Zweigeschlechtlichkeit herzustellen. Wenn Sie Lust haben, sich einzubringen, zu diskutieren, Gewissheiten in Zweifel zu ziehen, sind Sie in diesem Seminar gewiss richtig.

Literatur:

Hirschauer, S.: Die soziale Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit. in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 46 (1994), Heft 4, S. 668-692. Schmitz, S.: Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn? Über den Geschlechterdeterminismus in der Hirnforschung und Ansätze zu seiner Dekonstruktion. Forum Wissenschaft, 4 (2004). Online: http://www.linksnet.de/de/artikel/19193 Fausto-Sterling, A. (1988 (engl. 1985)): Gefangene des Geschlechts? Was biologische Theorien über Mann und Frau sagen. Piper, München, Zürich




SS 2009
LV-NR Modul B/Typ2
Veranstaltung Jungenliteratur
Dozent(inn)en Vorspel

Kommentar:

Das Seminar von Frau Vorspel findet erstmals Fr, 3. April 14-16 Uhr (Vorbesprechung) statt und danach als Block Fr 15. 5., 14 Uhr s.t. - 18 Uhr; Sa 16.5., 10 Uhr s.t. - 14 Uhr; Fr 19.6., 14 Uhr s.t. - 18 Uhr; Sa 20.6. 10 Uhr s.t. - 14 Uhr, jeweils in GC 03/33). Anmeldung bei der Dozentin erbeten.




LV-NR Modul C/Typ 1
Veranstaltung Leben und Denken der jüdischen Philosophin Hannah Arendt
Dozent(inn)en Eichler

Kommentar:

Das Seminar von Frau Eichler (Evangelisch-Theologische Fakultät/Feministische Theologie) findet Do, von 16-18 Uhr im Raum GA 7/52 statt. Beginn: 16.4.09.




LV-NR Modul C/Typ 1
Veranstaltung Konzeption, Sinn und Bedeutung Feministischer Theologie. Eine Einführung
Dozent(inn)en Eichler

Kommentar:

Das Seminar von Frau Eichler findet Do, von 12-14 Uhr im Raum GABF 04/356 statt. Beginn: 16.4.09.




SS 2008
LV-NR Modul B/Typ 2
Veranstaltung Theorien der Populärkultur
Dozent(inn)en Hecken

Kommentar:

Mo., 12-14 Uhr in GB 04/511 statt. Beginn: 21.04.




LV-NR Modul B/Typ1
Veranstaltung Ornament und Figuration: Wien um 1900
Dozent(inn)en Söntgen

Kommentar:

Di, 14 – 16 Uhr, GA 04/516




LV-NR Modul A/Typ 1
Veranstaltung Politikfeldanalyse von Care Arbeit, Pflege und Gesundheit
Dozent(inn)en Vinz

Kommentar:

Do 16.00-18.00/ GC 04/703




WS 2008/2009
LV-NR Modul A/Typ 2
Veranstaltung Geschlechterarrangements in Afrika
Dozent(inn)en Schultz

Kommentar:

Das Seminar von Frau Schultz (Fakultät für Sozialwissenschaft/Soziologie) findet Do, 08.30-10 Uhr im Raum GC 04/703 statt




LV-NR Modul A/Typ 2
Veranstaltung Fundamentalismus und Geschlecht
Dozent(inn)en Schultz

Kommentar:

Das Seminar von Frau Schultz (Fakultät für Sozialwissenschaft/Soziologie) findet Fr, 14-16 Uhr im Raum GC 04/503 statt




LV-NR Modul C/Typ 1
Veranstaltung Feministische Theorie und Körperkonzepte: Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Dozent(inn)en Sieben

Kommentar:

Das Seminar von Frau Sieben (Fakultät für Sozialwissenschaft/Sozialpsychologie) findet Do, 10-12 Uhr im Raum GC 05/608 statt.




LV-NR Modul C/Typ 1
Veranstaltung Geschlechtervarianz ethnologisch untersuchen
Dozent(inn)en Tietz

Kommentar:

Das Seminar von Herrn Tietz (Fakultät für Sozialwissenschaft/Sozialanthropologie) findet als Block in Raum GC 04/503 statt. Beginn 12.12.08




LV-NR Modul C/Typ 2
Veranstaltung Körpergeschichten - Wissenschaftliche, politische und literarische Entwürfe von Weiblichkeit 1750-2008
Dozent(inn)en Sabisch

Kommentar:

Das Seminar von Frau Sabisch (Fakultät für Sozialwissenschaft/Gender Studies) findet Mi, 14-16 Uhr in Raum GC 03/146 statt.




LV-NR Vertiefungsmodul
Veranstaltung Kolloquium Gender Studies
Dozent(inn)en Sabisch

Kommentar:

Das Kolloquium von Frau Sabisch findet Mo, 12-14 Uhr in Raum GC 05/604 statt.




LV-NR Modul A/Typ1 oder 2
Veranstaltung Die Rolle von Gender im Umgang mit Prostitution: Theoretische Diskurse und staatliche Regelung
Dozent(inn)en Buchholz

Kommentar:

Das Seminar von Frau Buchholz (Fakultät für Sozialwissenschaft/Soziologie) findet Mi, 14-16 Uhr in Raum GC 04/611 statt.




WS 2007/2008
LV-NR Modul C/ Typ 1 oder 2
Veranstaltung Sozialstruktur und sozialer Wandel in Deutschland: Sexualität - Vom Tabuthema zur Allgegenwärtigkeit
Dozent(inn)en Gries

Kommentar:

Die Veranstaltung findet erstmals am Dienstag, 16.10.2007, von 12-14 Uhr in Raum GC 04/611 statt.




LV-NR Modul A/ Typ 1
Veranstaltung Culture and Institution
Dozent(inn)en Mahmud

Kommentar:

Die Veranstaltung findet erstmals am Mittwoch, dem 24.10.2007, von 12-14 Uhr in GAFO 02/365 statt.